Rückblick 2014 - PowerPoint Präsentation

Rückblick 2014.pdf
Adobe Acrobat Dokument 8.5 MB

Weihnachtsfeier 2014

Weihnachtsfeier im EDO  -  04. 12. 2014

Unser LandFrauenVerein hatte zur Weihnachtsfeier eingeladen und circa   46 Mitglieder nahmen gerne daran teil. Alles war weihnachtlich geschmückt und auf den Tischen stand reichlich Kuchen, Stollen, Kleingebäck sowie Schmalzbrote, die besonders gut zum Punsch schmeckten. Die kleine „Wichtelfrau“, die an jedem Platz lag, konnte mit nach Hause genommen werden.

Auf einem langen Tisch lagen lauter Dinge, wie wir sie von Weihnachtsfesten aus längst vergangener Zeit kannten – so vor ab circa 100 Jahren. Ein kleiner Tannenbaum in einem Ständer der sich drehen konnte und Weihnachtslieder spielte und unter dem Geschenke lagen wie sie einmal üblich waren, führten gedanklich in die Vergangenheit. Dies alles war eine gute Einstimmung auf die in plattdeutsch vorgelesenen Geschichten durch Gretel Bartels, die auch die alten Dekostücke mitgebracht hatte. Unter anderem erfuhren wir die Geschichte des Adventskranzes. Woher stammt dieser Brauch einen Kranz mit Kerzen in der Adventszeit aufzuhängen/stellen?  Seine Geschichte ist noch ziemlich jung. Im Jahre 1839 hatte der Theologe Johann Hinrich Wichert diese Idee. Er leitete das „Rauhe Haus“ in Hamburg, das ein Heim für Kinder und Jugendliche ohne Eltern war. Wichert nahm ein altes Kutschenrad und bestückte es mit roten Kerzen für jeden Adventssonntag und mit weißen Kerzen für jeden Tag zwischen den Sonntagen bis zum 24. Dezember. Jeden Tag durfte ein Kind eine Kerze entzünden. So wurde ihnen die Wartezeit bis zum Heiligen Abend mit dieser schönen Adventsidee veranschaulicht. Erst Jahre später wurde der Kranz mit Tannengrün geschmückt. Seit 1910 gehört der Adventskranz zum deutschen Brauchtum. Der Adventskalender kam Anfang des 20. Jahrhunderts auf, durch den Pastorensohn Lang.

Viele schöne alte Bräuche der Weihnachtszeit wurden durch die Geschichten von Bartels in  Erinnerung gerufen – vor allem die aus dem Raume ihrer Kindheit in Angeln. Nur wenige konnten sich an das Spiel mit dem „Ningelüm“ erinnern. Wie damit gespielt wurde erzählte uns Gretchen Bartels natürlich ebenfalls.

Kurz nach der Begrüßung aller Gäste durch Edith Winkler, trat die Harrisleer Ballettschule unter der Leitung von Janet George auf. Die jungen Mädchen ernteten viel Applaus für ihre tänzerische Darbietung und wiederholten sie gerne für die begeisterten Zuschauer. Mit kleinen Geschenken wurden die Schülerinnen verabschiedet.

Zwischen Kaffee-, Tee- und Punschtrinken wurden einige Weihnachtslieder gesungen und natürlich kamen die Gespräche untereinander nicht zu kurz, wie der Geräuschpegel es anzeigte. So erlebten alle einen netten adventlichen Nachmittag. Allen Helfern sei dafür herzlich gedankt!


U. Ebel-Whitcomb


Vortrag über Sonwik

 

Dia-Vortrag über den Stadtteil Mürwik Anfang 1900

 

- 12. November 2014 -

 

Die bekannte Stadtführerin Gisela Mikolajewicz zeigte Mitgliedern und Gästen unserem Verein den Stadtteil Mürwik, wie dieser sich ab 1900 bis in die  30-40er Jahre entwickelt hat. Erst um 1910 kam Mürwik zu Flensburg. (In diesem Vortrag zählte Mürwik von Solitüde bis zur Bismarck-Brücke.)

 

Das ganze Strandgebiet war mehr oder weniger eine matschige Wiese und Solitüde konnte später als Strandbad nur entstehen, weil der gesamte Aushub vom Bau  eines Freihandelshafens dort abgelagert und dann mit Strandsand überspült wurde. Katen und Ziegeleien vermittelten vorher dem ganzen einen ländlichen Charakter. Verkehrsverbindungen gab es in Form von Feldwegen und Trampelpfaden, denn nach Mürwik kam man zu Fuß, mit Pferd und Wagen bzw. per Schiff. In Kielseng befand sich auf dem heutigen Blasberg eine Windmühle und ein sogenanntes „Freigut“ stand in Wassernähe (es musste keine Steuern zahlen). Durch die Dias konnte man sich diese Zeit sehr gut vorstellen.

 

Die Marine hatte in Mürwik eine Torpedoversuchsstation. Die Soldaten kamen im Sommer aus Kiel hierher, weil sich das Gelände gut für diese Versuche eignete. Zur Ausbildung von Kadetten lagen zwei Schiffe auf Reede und oberhalb vom Hang befand sich ein großer Exerzierplatz. Auch ein Kasernengebäude kam dazu. Weil die Ausbildung der angehenden Offiziere von Kiel nach Flensburg verlegt werden sollte, besichtigte Kaiser Wilhelm persönlich das Gelände und war vom neuen Standort sehr angetan. 1910 konnte die Marineschule eingeweiht werden. Der Architekt war Baurat Adalbert Kelm. Zur Einweihungsfeier kamen die geladenen Gäste aus Flensburg per Schiff. Eine Straße wurde erst zwei Jahre später gebaut. Dafür musste eine Brücke über das Lautrupsbachtal führen – die heutige Bismarckbrücke. Im Volksmund ist sie als „Teufelsbrücke“ bekannt. Beim Bau stürzte ein Stück ein, daher soll der Name kommen.

 

Durch die Marine bekam die Stadt einen Aufschwung. Es wurde viel gebaut, denn die Infrastruktur musste den Bedürfnissen angepasst werden. Kaufleute, Handwerke siedelten sich an und so war es vorbei mit der ein- bzw. zweiklassigen Schule.

 

Von allen diesen Ereignissen zeugten die Bilder. Vor allem aber die vielen Details, die Gisela Mikolajewicz zu ihrem Vortrag mitteilte, machten das Ganze sehr spannend und riefen die damalige Zeit zurück. Von den Zuhörern waren etliche darunter, die die Menschen kannten, von denen gesprochen wurde. So wurde es eine echte Zeitreise in die nahe Vergangenheit.

 

U. Ebel-Whitcomb

 

 

 

Loslassen

  

Loslassen – eine lebenslange Herausforderung 

   -29.10.2014 -

 

Zu diesem Thema hatten die LandFrauenVereine Munkbrarup und Gundhof Mitglieder, sowie auch Gäste eingeladen. Als Veranstaltungsort hatte man die Kirche von Munkbrarup gewählt, was außerordentlich gut zu dem Thema passte.

Über 40 Personen nahmen am Vortrag teil.

 

Hannelore Ingwersen behandelte das Thema „Loslassen“ in einer sehr ruhigen, verständlichen Art. Sie begann mit dem Gedicht „Herbst“ von Rainer Maria Rilke, denn so wie im Herbst die Bäume Blätter und Früchte loslassen müssen, muss auch der Mensch ein Leben lang immer wieder etwas Liebgewonnenes oder Vertrautes loslassen. Dieser Prozess beginnt schon im Kindesalter und setzt sich ein Leben lang bis zum Tode fort. Je früher man lernt, dass Loslassen heißt, dass etwas Neues kommt - und am Alten nicht festhält, um so besser wird die Situation gemeistert werden können. Es sind schmerzhafte Erfahrungen, die man dabei macht und oft ist Hilfe von Außen nötig, um alles wieder in den Griff zu bekommen. Nicht unerwähnt ließ Ingwersen dabei die Hilfe, die im Gebet zu finden ist, denn Einer ist da, der da hilft. Loslassen ist stets mit der Angst vor Veränderungen verbunden und gehört doch zu den ganz natürlichen Lebensabläufen.

 

Die verschiedenen Beispiele, die Hannelore Ingwersen in einzelnen Blöcken beschrieb, wurden von ihrer Schwester Natalie Ingwersen auf der Keltischen Harfe jeweils nach einem Block musikalisch untermalt.

 

Edith Winkler und Karin Petersen bedankten sich bei den Schwestern mit netten Worten und einer „Dankeschön-Tüte“.

 

Anschließend konnte man sich im Gemeindehaus bei Punsch mit und ohne „Schuss“ aufwärmen, denn in der Kirche war es doch ein wenig frisch.

 

 U. Ebel-Whitcomb

 

 

Markus Lanz

 

 Talkrunde bei Markus Lanz  -  30. September 2014

 

Mit 11 Personen fuhr unser Verein nach Hamburg, um bei der ZDF-Talkshow von Markus Lanz dabei zu sein.

 

Mit Zug, S-Bahn und Bus erreichten wir unser Ziel. Im Studio wurden wir mit Getränken bestens versorgt, bevor wir in den Aufnahmeraum gingen. Es dauerte eine Weile bis die Gäste von Lanz erschienen. Uns Zuhörern wurden derweil Instruktionen gegeben, damit in der Sendung keine Pannen passieren.

 

Markus Lanz begrüßte das Publikum und seine fünf Gäste: Daniela Widmer, Walter Kohl, Oliver Polak, Andreas Hoppe und Jane Goodall.

 

Die Schweizerin Daniela Widmer war bei den Taliban in Pakistan gemeinsam mit ihrem Freund David Och 2011/2012 als Gefangene. Sie konnten nach 259 Tagen fliehen. Gemeinsam veröffentlichten beide über diese Zeit ein Buch. Heute erzählte sie über die Zeit der Gefangenschaft mit all‘ ihren Schrecken und Ängsten. Da sie merkten, dass wohl keine Hilfe von außen kam, arbeiteten sie an einem Fluchtplan, der ihnen letztendlich glückte.

 

Walter Kohl lebte jahrelang mit dem Stigma, der Sohn von Kohl zu sein. Heute ist er Bestsellerautor und Unternehmer. Er ist der älteste von drei Brüdern. In einer interessanten Art berichtete er aus seinem Leben, wo besonders der „Mauerfall“ hervor gehoben wurde.

 

Der Comedian Oliver Polak wurde über die Zeit seiner schweren Depression befragt und wie er damit umging. Polak erzählte davon, wie er eigentlich im Krankenhaus sein sollte, sich dort kurzfristig selbst beurlaubte, um seinen Bühnenauftritt zu absolvieren. Der verlief einigermaßen, denn er verstand es, Schwächen zu überspielen. Er meinte, dass er unbedingt das Geld brauchte und deshalb nicht auf den Auftritt verzichten konnte.

 

Für die Schimpansen-Forscherin Jane Goodall war es schon als Kind klar, dass sie Forscherin werden wollte. Ohne wissenschaftliches Studium gelang es ihr mit 26 Jahren das Verhalten von Schimpansen zu studieren und zu erforschen. So wies sie als erste Forscherin nach, dass Schimpansen Werkzeuge herstellen und benutzen. Dies wurde an Hand von Fotos dokumentiert. – Heute setzt sie sich als Umweltaktivistin für den Schutz der Erde ein.

 

Schauspieler Andreas  Hoppe kannte Jane Goodall und unterstützt ihr Arbeit, da er sich sehr für den Natur- und Umweltschutz einsetzt. Hier engagiert er sich besonders gegen den Teersandabbau in Kanada. – Als Schauspieler spielt er seit Jahren an der Seite von Ulrike Folkerts den Kommissar Mario Kopper im Ludwigshafen-Tatort. 

 

Nach 1 ½ Stunden war die Aufzeichnung beendet – ein Glück, denn das Sitzen ohne Rückenlehne war recht unbequem und anstrengend – traten wir gutgestimmt unsere Heimfahrt an. Wir waren rechtzeitig genug zuhause, um uns die Sendung gleich im Fernsehen anzusehen.

 

U. Ebel-Whitcomb

 

Spaziergang in Sonwik und Grillabend

 

  26. August 2014

 

Unser Verein hatte zum Grillen eingeladen und 30 Personen folgten gerne dieser Aufforderung.

 

Wir trafen uns im ehemaligen Marinegelände, jetzt: Sonwik (eine Wortschöpfung für dieses neue Wohngebiet, zusammengesetzt aus „Son“ für Sonne und „Wik“ für Bucht).

 

Gisela Mikolajewicz erzählte uns auf einem kleinen Spaziergang, wie vor über 100 Jahren Mürwik ausgesehen hat. Es gab eine matschige Bucht, die erst schöner wurde als sich der Kaufmann und Ziegeleibesitzer Heinrich Göttig hier niederließ und am Hang einen sehr attraktiven Park schuf. Dieser, am Hang gelegene Park, wurde wegen seiner Naturschönheit und einer Grotte sowie Goldfischteich und „Heiliger Quelle“ viel besucht. Selbst der dänische König Friedrich VII. war dort zu Gast. Es gab noch zwei weitere Ziegeleien in unmittelbarer Nähe, die Fruerlundholzer und die Osbek Ziegelei. Als die Ära der Ziegeleien zu Ende ging, stellte die Stadt das Gelände Osbek mit Ziegelei (15 ha) kostenlos der Marine zur Verfügung, die dort die Marineschule und andere Gebäude bauen ließ. Über diese Zeit und wie sich Mürwik nun veränderte wusste Gisela Mikolajewicz sehr viel zu erzählten. Auch, dass sich zum Ende des 19. Jahrhunderts Mürwik zu einem Badeort (Klein-Westerland) entwickelte mit Strand- und Parkhotel. Da die Zeit begrenzt war und es noch viel zu berichten gibt, werden wir an einem Dia-Abend mehr über Mürwik und seine Entwicklung hören.

 

Nun wurde es Zeit, dass wir zum Offiziersheim spazierten, wo die „Grillmeister“ bereits mit den heißen Grills und dem Grillgut auf uns warteten.

 

Es war ein netter, gelungener Auftakt für das 2. Halbjahr. Allen Beteiligten sei hier ein „Dankeschön“ für ihre Arbeit und Mühe ausgesprochen.

 

U. Ebel-Whitcomb

 

Stadtführung in Flensburg

- 31. Juli 2014 -

 

Beim alten Franziskanerkloster „Zum heiligen Geist“ (heute Seniorenheim) war Treffpunkt von unserem LandFrauenVerein   um etwas über die Geschichte Flensburgs zu erfahren.                24 Personen nahmen daran teil.

 

Unser Mitglied Gisela Mikolajewicz hatte sich als ausgebildete Stadtführerin bereit erklärt, diese Exkursion  zu leiten. Da sie das Thema selbst bestimmen konnte, hörten wir etwas über die alten Bauten der Stadt wie Kloster, Tore, Stadtmauer und alte Höfe sowie darüber, wie der Handel mit Zucker und Rum Reichtum in die Stadt brachte.

 

Zu alter Zeit hätten wir die Stadt durch das „Johannistor“ betreten, da dieses Tor den Weg nach Angeln freigab. Wir standen allerdings an der Stelle, wo sich nur wenige Meter entfernt (von ca. 1350-1874) das „Rote Tor“ befand. Es wurde seinerzeit als „Rudeport“ bezeichnet, da es zur südlich gelegenen Rude (Rodung) in Richtung Schleswig lag. Hier ging auch der „Ochsenweg“ aus Dänemark entlang und durch. Bevor wir in das kleine Klostermuseum gingen erzählte uns Gisela Mikolajewicz viel über Gründung (um 1232), Arbeit und zuletzt die Vertreibung der Mönche (1528) aus dem Kloster, da die Stadt protestantisch geworden war. Bis dahin hatten die Mönche unter anderem viel für die Armen und Kranken in der Stadt getan. Dazu gehörten auch ein Waisenhaus und Hospital. Ein Mönch – Lütke Namens – der aus Flensburg stammte, kam später zurück und gründete die erste Lateinschule, daraus ging das heutige „Alte Gymnasium“ hervor. Im Museum sahen wir ein Stück der alten Stadtmauer und erfuhren an Hand von Sammelstücken, die bei der letzten archäologischen Ausgrabung vor ein paar Jahren gefunden wurden, wie sich das Leben rund um das Kloster einmal abgespielt hat. Es gab Töpfereien, eine Glockengießerei aus der das Taufbecken (1591) von Michel Dibler in der Marienkirche stammt und andere kleine Handwerksbetriebe.

 

Über den Seehandel mit Zucker, die Schnaps- und Rumherstellung bekamen wir beim kleinen Rum-Museum der Firma Braasch viel zu hören. Erst durch den Zucker, dann durch den Rum wurde Flensburg eine wohlhabende Stadt. In dieser Zeit gehörte Schleswig-Holstein zu Dänemark. Rum von Braasch wurde uns zum Probieren angeboten.

 

Der „Blumenhof“ in der Roten Straße wurde kurz besichtigt und die Bedeutung dieser alten Höfe anschaulich erklärt.  Danach sahen wir in einem Hof in der Friesischen Straße ein Stück der alten Stadtmauer und erfuhren, dass hier das frühere „Friesische Tor“ (Vresendor) stand.

 

Am Südermarkt sahen wir alte Malereien im Haus der Apotheke – die einem sonst kaum auffallen, wenn man dort etwas kauft ebenso wie das wunderschöne Treppengeländer im Aufgang eines Gebäudes am Holm. Der älteste Hof verbirgt sich hinter der Fassade am Holm 19/21. Von der Hofseite ist noch genau zu erkennen, dass sich hinter der geschlossenen Vorderfront zwei Giebelhäuser befinden, die zu einem Haus zusammengefügt wurden. Ebenso die ganze Hofanlage mit Lagerhäusern, Wohnungen, Stallungen und wichtig - der Durchgang zum Hafen (heute leider verbaut) -  lässt die damalige Zeit noch wunderbar erahnen.

 

Die Zeit verging viel zu schnell, denn Gisela Mikolajewicz hätte uns noch viele spannende Dinge über Flensburg erzählen können. – Ein gemeinsames Kaffeetrinken beendete diesen Spaziergang.

 

 Ursel Ebel-Whitcomb

 

 

Bad Lauchstädt

 

   22. – 25. Juni 2014

 

Bei strahlendem  Sonnenschein und mit fröhlichen, erwartungsvollen Gesichtern machten sich29 Mitglieder und Gäste per Bus auf dem Weg nach Sachsen-Anhalt. Kaum einer der Teilnehmer hatte vorher den Namen Bad Lauchstädt gehört.

 

Nach den üblichen Pausen erreichten wir am frühen Nachmittag die Messe- und Universitätsstadt Leipzig. Johann Wolfgang von Goethe war in der Zeit von 1765 bis 1768 auch als Student auf der Universität. Auf einer Rundfahrt mit Stadtführerin Waltraud Brande sahen und hörten wir einiges über die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Bei der Thomaskirche hielt der Bus und wir hatten Zeit, in einem kleinen Radius auf eigene Entdeckungen zu gehen. Bis zur Mädlerpassage mit „Auerbachs Keller“ und den bronzenen Figurengruppen davor, dem Markt mit „Altem Rathaus“ und einigen Blicken in die angrenzenden Straßen und Gassen reichte es allemal; ebenso, um die Thomaskirche von innen anzusehen. Danach rollten wir unserem Ziel entgegen und fanden im „Kurpark Hotel“ der Goethestadt Bad Lauchstädt ein angenehmes und nettes Quartier.

 

Am nächsten Tag war die über 1100 Jahre alte Stadt Querfurt mit einer der ältesten, größten und sehr gut erhaltenen Burg, die im Mittelalter sogar Zentrum eines kleinen Fürstentums war, unser erstes Etappenziel. Die Burg übertrifft mit ihrer Größe die Warthburg um das Siebenfache. Thomas Werner, während des ganzen Aufenthaltes unser Guide, erzählte schon während der Fahrt viel Wissenswertes von der Gegend und dann vor allem über die Burg. Die ältesten Teile der Burg reichen bis ins 10 Jh. zurück. Da kann man sich eine sehr wechselvolle Geschichte  gut vorstellen. Heute dienen einige Räume unter anderem als Museum.

Es gibt ein Trauzimmer und in der Kapelle können kirchliche Trauungen stattfinden. Als Filmkulisse wurde sie ebenfalls bereits einige Male genutzt .

In den Tagen vor unserer Ankunft, fanden die alljährlichen Burgspiele statt. Das frühere Fürstenhaus beherbergt ein Restaurant. Leider reichte die Zeit nicht, um Innenräume anzusehen – vor allem bei der Kapelle bedauerten wir dieses sehr. Es ist eine sehr sehenswerte Anlage!

 

Auf der Straße der Romanik gelangten wir nach Freyburg (Unstrut) mit einer 1000jährigen Weinkultur. Bei der Weingalerie der Winzergenossenschaft Freyburg war Besichtigung und Weinprobe angesagt. Liane Tümml führte uns nach einem kurzen Vortrag mit Verkostung durch die Kellereiräume. Die Lagerräume mit den Holzfässern waren schon sehenswert, als wir dann in die Räume mit den Stahlfässern kamen, staunten wir über die Höhe und Größe.

 

In Freyburg hatte Turnvater Jahn seinen „Alterssitz“. Jährlich findet ein Turnfest für jedermann zu seiner Erinnerung statt. Leider reichte die Zeit nicht, um die Stadt zu erkunden. So konnten wir auf vieles nur im Vorbeifahren einen Blick werfen, wie zum Eingang vom Landweingut „Kloster Pforta“. Thomas Werner berichtete allerdings viel und sehr gut über die Gegend durch die wir fuhren – sie wird auch die „Toskana des Nordens“ genannt.

 

In Bad Kösen (Saale) – seit 1859 offiziell „Solbad“ – beeindruckte das Gradierwerk (320 m lang und 20 m hoch). Ein in Europa einmaliges technischen Denkmal, das heute noch funktionsfähig ist. Da die Saale Niedrigwasser führte war es leider nicht in Betrieb. Die Salzgewinnung wird seit Ende des 17. Jh. betrieben. Oben vom Rechenberg sah man bis zur Rudelsburg. Hier schrieb 1826 Franz Kugler das Lied „An der Saale hellem Strande…“. Die Puppengestalterin Käthe Kruse lebte von 1912 - 1950 in diesem Ort. Den Tag beschlossen wir mit einem Fackelspaziergang durch Park- und Schlossanlage von Bad Lauchstädt sowie einem Umtrunk zum Abschluss.

 

Die mehr als 1000 Jahre alte Rosenstadt Sangerhausen war mit der wunderschönen Anlage des Europa Rosariums der Höhepunkt dieser Reise. Der Gärtnermeister Hans-Jürgen Matern hat viele Jahre dort gearbeitet und konnte uns alles über Rosen und wie man mit ihnen umgehen muss erzählen. Es gab keine Frage zu Rosen, die er nicht ausführlich beantwortet hat.

 

Vor dem Abendessen im Hotel war eine Führung durch die Kuranlagen und das Goethe-Theater angesagt. Paul Richter vom Tourismusverein zeigte und erklärte uns den Quellbrunnen, das frühere Badehaus und ehemalige „Lusthäuschen“ sowie das neue Schillerhaus (Theater- und Literaturmuseum) und natürlich das Goethe-Theater. Durch die Entdeckung der Heilquelle im Jahr 1710 entwickelte sich Lauchstädt zu einem Modebad. Schon bald wurde zur Unterhaltung der Gäste eine „Komödienbude“ errichtet. 1802 plante Goethe den Neubau eines Sommertheaters, der in einer Rekordzeit von nur drei Monaten entstand. Mit dem Weimarer Ensemble wirkte er hier 26 Jahre lang als Theaterleiter. In dieser Zeit war Friedrich Schiller des Öfteren Gast in der Stadt und Stücke von ihm wurden hier gespielt. Im Jahre 1834 führte der Weg vom 21jährigen Richard Wagner nach Lauchstädt. Er dirigierte den „Don Giovanni“. Er lernte die Schauspielerin Minna Plauer kennen, die er zwei Jahre später heiratete. Sehr neugierig betraten wir nun das Theater. Gerne hätte man dort eine Aufführung gesehen. Dieses um so mehr, als wir unter der Bühne mit der Bühnentechnik der damaligen Zeit vertraut gemacht wurden. Sie wird heute genau wie damals genutzt. Es ist für den Laien ein Gewirr von Tauen und Rollen und fast alles wird per Muskelkraft bedient. Zu dieser Zeit war Lauchstädt sehr bekannt und wurde viel besucht – es war eben ein „Modeort“.

 

Am Abend fand im Hotel eine Weinprobe für uns statt. Es wurden drei Saale-Unstrut-Weine verkostet. Winzerin Birgit Schober  stellte anschaulich ihre Erzeugnisse vor und servierte jede Probe mit einem netten Trinkspruch.

 

Am Abreisetag besuchten wir Deutschland älteste Schokoladenfabrik „Halloren“ in Halle.        Seit 1804 werden hier Schokoladenspezialitäten gefertigt. Zwar änderte sich der Name einige Male und aus kleinen Anfängen wurde eine Fabrik. Die Mitarbeiterin Helen Hammer erzählte uns die Geschichte des Unternehmens und danach konnten wir das Schokoladenmuseum ansehen. Es war schon ungewöhnlich, was wir im Museum alles sahen, das aus Schokolade gefertigt war. Zum Beispiel ein komplett eingerichtetes Zimmer mit Flügel, Kommode, Sofa und vielem mehr und sogar die Tapeten waren aus Schokolade – irre. Ein Blick von oben in die Produktionshalle zeigte den Ablauf der Pralinen Herstellung.

 

Es war eine sehr schöne, abwechslungsreiche Kurzreise!

 

U. Ebel-Whitcomb

 

 

 

Spargelessen in Freienwill

 

  22. Mai 2014

 

Zum wiederholten Male machte unser LandFrauenVerein Munkbrarup  einen Besuch beim Spargelbauer Uwe Hardt. Neu bei ihm ist, dass er Erdbeeren im Tunnelanbau anbietet. Bisher sind nur zwei von ihnen vorhanden. Je 135 m lang und 9 bzw. 6 m breit. Von der Kundschaft, die bis nach Dänemark reicht, werden Spargel und Erdbeeren gerne gekauft. 

 

Der interessierten Gruppe wurde zuerst auf dem Hof die Bearbeitung dieses edlen Gemüses erklärt. Vor 12 Jahren fing Hardt mit 20 Reihen mit dem Anbau an und kann jetzt auf eine 10jährige Verkaufszeit zurückblicken. Inzwischen wächst auf 40 ha Spargel, meist der „weiße“ – aber auch die grünen Stangen sind im Angebot. Viel Spezialtechnik ist erforderlich, wenn erfolgreich gearbeitet werden soll. Nur durch die besonderen Folien ist so weit im Norden der kommerzielle Anbau möglich. Es ist eine zweifarbige Doppelfolie, die schwarze Seite ist zu sehen, wenn es während der Wachstumszeit draußen zu kalt ist und die Sonnenstrahlen eingefangen werden sollen, um die Erde zu erwärmen. Wird es zu warm, sieht man die weiße Seite. Wie das genau funktioniert, konnten wir später auf dem Feld sehen. Die Böden für Spargel sollen mittelleicht sein, nicht zu feucht und nicht zu trocken. Durch die Folie kann dies ebenfalls besser erreicht werden und einen Vorteil hat es noch, das Unkraut wächst kaum. Zur Ernte werden nur Helfer aus der näheren Umgebung eingesetzt und das zur Zufriedenheit aller Beteiligten. Nach der Ernte werden Unkraut- und Pilzvernichtungsmittel eingesetzt – es wird kein Gift gespritzt. Spargel „schläft“ im Winter. Beim ersten Frost schneidet man das Spargelkraut ab und bereitet die Beete für das nächste Jahr vor.

 

Aus der Gruppe wurden noch etliche Fragen gestellt, die Uwe Hardt ausführlich beantwortete. Zum Beispiel: Wie oft müssen neue Beete angelegt werden und wie wird dieses gemacht, wann kann man den neuen jungen Spargel ernten, wie sieht eigentlich eine Spargelpflanze aus? Wieviel verdient ein Spargelstecher und wie lang sind die Arbeitszeiten? Doch dann wurde es Zeit, dass wir die Technik für die Vorbereitung zum Verkauf des Spargels kennenlernen konnten.

 

Der frisch geerntete Spargel wird gewaschen, kommt in ein Eiswasserbecken, dann geht’s zum Sortieren und er wird auf Länge geschnitten. Automatisch fällt er dann in den Kästen für die richtige Klassifizierung. Wenn geschälter Spargel bestellt wird, erledigt dies eine Schälmaschine.

 

Nun fuhren wir zum Spargelfeld und die Mitarbeiterin Ute Matthiesen erklärte uns die Technik des Spargelstechens. Mit einer Spezialmaschine wird die Plane von der Spargelreihe angehoben und das Beet ist ein Stück frei, um zu ernten. Der Erntekorb steht auf der Maschine, damit er nicht weitergetragen werden muss, weil er schnell recht schwer wird.  Zwei aus der Gruppe wollten es genau wissen, wie mit Stechmesser und Kelle  gearbeitet wird und machten den Versuch.

 

Anschließend ging es ins große Zelt zum Spargelessen, davon waren alle begeistert!

 

U. Ebel-Whitcomb

 

Landesarchiv Schleswig

 

09. April 2014

 

Wussten Sie, dass ein 955 Jahre altes Dokument noch erhalten ist und im Landesarchiv in Schleswig lagert? In der Urkunde bestätigt Erzbischof Adalbert von Hamburg, das eine Wiese der Frau Rikquur in Dithmarschen dem Erzbistum übertragen wurde. Über dieses Archiv wollte der LandFrauenVerein von Munkbrarup u.U. mehr erfahren. Was und wie wird dort alles gelagert und über Jahrhunderte haltbar gemacht?

 

Untergebracht ist es im ehemaligen Prinzenpalais – größter erhaltener Adelshof in Schleswig aus der Zeit um 1700 – und dem neu angebauten Archivgebäude. Im großzügigen Eingangsbereich mit altem Deckengemälde, empfing uns Dr. Malte Bischoff vom Landesarchiv. Es ging hinauf zum Kuppelsaal mit seinen beiden gegenüberliegenden Kaminen und wandhohen Spiegeln, wo er uns über die Aufgaben und die Geschichte informierte. Bei den Aufgaben heißt es: „Das Landesarchiv fungiert als „Gedächtnis des Landes“.

 

Seit dem Mittelalter wurden in Schleswig-Holstein Archive unterhalten, um in Urkunden stehende Rechte zu sichern.  1871 erhielt Schleswig als Regierungssitz ein Staatsarchiv. 1922/23 wurde es nach Kiel verlagert. Kehrte 1948 zurück und kam nach Schloss Gottorf. Als der Platz dort zu eng wurde, restaurierte man das Prinzenpalais (den Namen erhielt es nach dem Prinzen Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg) und baute einen Archivzweckbau an. 1991 konnte alles bezogen werden.

 

Museum, Bibliothek und Archiv erfüllen ähnliche Aufgaben: Kultur- und archivwürdiges Schriftgut zu bewahren. Im Landesarchiv sind dies Akten von Verwaltungen, Gerichten und des Landtages Schleswig-Holstein. Ebenso werden Unterlagen aus Nachlässen, Guts-, Familien- und von Vereinsarchiven angenommen und geprüft, ob sie erhaltenswert sind.

 

Dr. Bischoff erläuterte anschaulich an Beispielen,  wann Behörden oder Privatpersonen auf alte Vorgänge zurückgreifen. Sei es für Prozesse die wieder aufgerollt werden, Kataster- und Grundbuchfragen sowie die wissenschaftliche und heimatkundliche Forschung – um nur einige Bereiche zu nennen. Es wurden etliche Fragen gestellt, unter anderem auch nach der Digitalisierung. Die gibt es, aber da die Dinge sehr viele Jahre erhalten bleiben müssen und Disketten bisher keine lange Haltbarkeitsdauer aufweisen, ist die Blatt/Buch Methode nach Überarbeitung und Konservierung die bessere Art. Im Kern sollen die Originale erhalten werden. Im Falle einer Vernichtung des Archivs liegt eine Sicherungsverfilmung in einem Stollen im Schwarzwald. Bevor wir uns auf einen Rundgang durch verschiedene Räume machten, wurde noch von jedem ein „Benutzerantrag“ ausgefüllt. An Hand des Antrags wurde erklärt, wie man vorgehen muss, um Einsicht in Dokumente oder Kartenmaterial zu bekommen. Bei den Nachforschungen steht einem ein Archivar zur Seite, um zu beraten und zu helfen.

 

Beim Rundgang kamen wir in den Raum, wo die angelieferten Akten von allen Metallteilen (Heftklammern) befreit werden. Wir sahen wie sie vorher aussahen und wie gut sie in Archivkartons verpackt ins Archiv gelangen. Der Weg führte uns durch „Schleusen“ in den Magazinbereich mit Rollregalanlage. Dieser Bereich geht über vier Etagen und gewährt eine langfristig sichere Aufbewahrung mit Schutz vor Feuer, Wasser und Sonnenlicht. Es wurde so gebaut, dass eine natürliche passive Klimatisierung der Räume eine Klimaanlage nicht notwendig machte. (Nur für Mitarbeiter zugänglich oder bei Führungen.)

 

Um das Gesuchte zu finden dienen Findbücher. Die älteren von ihnen sind noch handschriftlich und nur zur Einsicht, die neueren, gedruckten kann man käuflich erwerben, um schon zu Hause in Ruhe herauszusuchen, was man braucht. Dann können Schriftstücke vorbestellt und im Lesesaal genutzt werden. Hier steht eine Handbibliothek zur Nutzung von Nachschlagewerken bereit. Die Bibliothek mit mehr als 120.000 Bänden liegt direkt über dem Lesesaal. Alle Buchtitel können über EDV-Arbeitsplätze erschlossen werden.  Die Nutzung des Lesesaals sowie die Archivalieneinsicht ist kostenlos.

 

Nach zwei Stunden verabschiedeten wir uns von Dr. Malte Bischoff und dankten ihm für die interessanten Ausführungen in Sachen Landesarchiv.

 

Beim Rausgehen warfen wir einen kurzen Blick auf die zur Zeit dort gezeigte Ausstellung  „Die Reichtskristallnacht in Schleswig-Holstein“.

 

Nun war Kaffeepause im Wikingturm angesagt. Da das Café im 26. Stock liegt, hatten wir einen tollen Ausblick auf die Schlei und die Stadt Schleswig.

 

U. Ebel-Whitcomb

 

 

 

Pilates mit Ingrid Andresen

 

Mit Pilates fit in den Frühling!

 

Pilates - Erfunden hat es der 1883 in Mönchengladbach geborene Joseph Hubert Pilates . Die Pilates-Methode ist ein ganzheitliches Körpertraining, in dem vor allem die tief liegenden, kleinen und meist schwächeren Muskelgruppen angesprochen werden, die für eine korrekte und gesunde Körperhaltung sorgen sollen. Das Training beinhaltet Kraftübungen, Stretching und bewusste Atmung.

 

Um diese Methode zu erlernen und anzuwenden, trafen sich erneut 10 LandFrauen unseres Vereins um  sich von der Physiotherapeutin Ingrid Andresen fachgerecht unterrichten zu lassen. Auch ich kam  wieder in den Genuss ihres Unterrichts.  In jeweils einer Stunde konzentriertem Training wurde immer wieder auf unsere Körpermitte besonderes Augenmerk gelegt.  Sehr sorgfältig wurden die Übungen von Ingrid  erklärt und anschließend  von den Teilnehmerinnen mit viel Elan durchgeführt. Ingrid gestaltete die Stunden, die jeweils in zehn aufeinander folgenden Mittwochvormittagen im Birkhof stattfanden, sehr abwechslungsreich. Mir haben die Pilates-Stunden sehr gut getan und ich  kann sagen, dass ich mich durch die Übungen viel vitaler und fitter fühle. Schon jetzt freue ich mich  auf den folgenden dritten Kurs, der im September nach der Sommerpause stattfinden wird.

Heike Kroll

 

 

 

Lesung mit Brigitte Cleve

 

 20. März 2014


Brigitte Cleve las aus eigenen Werken  

 

Bereits schon einmal vor vier Jahren hatte der LandFrauenVerein Munkbrarup u.U. die Schriftstellerin Brigitte Cleve ins Edo eingeladen. Las sie seinerzeit aus ihrem Werk „Werde ich im Winter noch Blumen finden?“, so erfreute sie die 19 Zuhörer/innen diesmal mit Kurzgeschichten aus dem Büchlein „Biikebrennen“. Noch besser kamen einige Ausschnitte aus dem Buch „Vom Tor zur Welt -  zum Schiff aus Stein“ – Reiseerlebnisse eines Kreuzfahrtneulings -  bei den Zuhörern an. Nun, mit dem Tor zur Welt war natürlich Hamburg gemeint, aber wo bitteschön liegt das Schiff aus Stein? Hier klärte uns Brigitte Cleve auf, dass man so Venedig nennt, weil es wie ein Schiff rund vom Wasser umgeben ist. Einigen gefiel das Gehörte so gut, dass das Buch gekauft wurde, um es als nächstes Leseobjekt im Lesekreis vorzuschlagen. Ebenso die drei Bildbände über Flensburg ab den 30er Jahren erweckten das Interesse der Anwesenden.

 

Auf die Frage, wie ihre Geschichten entstehen, ob alles reine Phantasie ist oder Erlebtes widerspiegeln, erzählte sie, dass beides eine Rolle spielt und sie Gehörtes oder plötzliche Ideen gleich auf Zetteln notiert und sich so langsam zur Geschichte/Buch entwickelt.

 

Es waren zwei kurzweilige, nette Nachmittagsstunden.

 

U. Ebel-Whitcomb

 

Flensburger Stadttheater

 

28. Februar 2014

 

Ins Theater zu gehen, um eine Aufführung zu erleben, ist das eine – aber ein Besuch, um zu sehen wie es hinter der Bühne zugeht und wie viel Arbeit, Aufwand und Energie sowie Einfallsreichtum es bedarf bis alles vorstellungsreif geworden ist, dass ist etwas ganz anderes.

 

Unser Vereinmachte sich  auf den Weg, um mit 25 Personen die Arbeit hinter den Kulissen kennen zu lernen. Das Stadttheater wurde   1894 mit dem „Freischütz“ eröffnet und verfügt über 466 Sitzplätze.

 

Seit Mai 2000 besteht die „Kleine Bühne“ mit 99 Plätzen. Die Bühne und der Zuschauerraum können auf eine Ebene gefahren werden, wenn eine Veranstaltung dies erfordert.

 

Der Technische Leiter Heinz-Dieter Riekhoff war unser sehr kompetenter Begleiter.  Er führte uns gleich auf die große Bühne und öffnete den „Eisernen Vorhang“,  so wurde demonstriert wie sicher der Besucher im Theater ist, sollte es zu einem Brand kommen, denn dieser Vorhang benötigt nur 26 Sekunden, wenn er bei Alarm runtergefahren wird. Die Feuerwehr ist zwei Minuten später vor Ort. Sprinkleranlagen sind natürlich ebenfalls vorhanden. Feuerwehrleute sitzen bei jeder Vorstellung gleich hinter dem Vorhang auf der Bühne. Es herrscht ein hoher Sicherheitsstandard.

 

15 m hoch ist der Bühnenraum, um für die Kulissen ausreichend Höhe zu haben. Sie werden per Handarbeit hoch- oder runtergezogen. Markierungspunkte auf dem Bühnenboden helfen, dass alles seinen richtigen Platz findet. Der Boden ist aus „Canadisch Red Pine“ und hat eine Haltbarkeitsdauer von circa 15 Jahren. Er wird nach jeder Spielzeit ausgebessert. In der Inspizienten-Ecke herrscht während der Vorstellung volle Konzentration, denn von dort wird an einem Gerät alles während der Vorstellung überwacht. Es wurden zwischendurch viele Fragen gestellt, die H.-D. Riekhoff gerne beantwortete. Hier nur einige der Antworten: Da es sich um ein Landestheater handelt, müssen Bühnenbilder für die verschiedenen Spielstätten passend sein. Es steckt eine beachtliche Logistik hinter allem, weil Kulissen, Kostüme, Schminksachen und so fort gut in Container verpackt von Ort zu Ort gefahren werden müssen. Flensburg hat eine Hubbühne, zwei Aufzüge ermöglichen es, dass Schauspieler in der „Versenkung“ verschwinden können. Wird eine Drehbühne benötigt, so wird diese aufgebaut (wie jetzt im „Sommernachtstraum“ zu erleben). Monitore sind für die Sänger wichtig, da sie nicht immer Sichtkontakt zum Dirigenten haben. Es sind viele verschiedene Berufsgruppen im Theater tätig. Die Bezahlung erfolgt nach dem Tarif vom öffentlichen Dienst. Bis zur Aufführung ist sehr viel Planung erforderlich, denn nicht immer kann von der Technik umgesetzt werden, was der Regisseur sich vorstellt.

 

Nachdem wir die „Kleine Bühne“ besichtigt hatten, ging es zum Orchestergraben. Der Raum ist recht klein und eng. Teilweise sind Schutzwände aus Plexiglas an den Rückenlehnen der Stühle angebracht, damit der Schall abgehalten wird. Es muss Gehörschutz getragen werden, denn die Musik kann bis zu 120 Dezibel laut sein und ab 85 Dezibel ist der Schutz Vorschrift. Es überraschte, dass die Querflöte das lauteste Instrument ist – bedingt durch ihre hohen Töne.

 

Nun ging es nach oben zur Kostümanfertigung, hier hat Tina Hempel (Gewandmeisterin) mit sechs Mitarbeiterinnen das Sagen. Es wurde viel gefragt, zumal gerade Zeichnungen für „Das Land des Lächelns“ auf dem Tisch lagen. Nach dem Bügelraum taten wir einen Blick in den Fundus für die Kostüme.

 

Den Probenraum für das Ballett konnten wir ebenfalls ansehen. Dieser ist mit einem Schwingboden ausgestattet. Er hat die gleiche Größe wie die Bühne und ist an zwei Seiten mit Spiegeln versehen, die durch Vorhänge verdeckt werden können.

 

In der Maske zeigte man uns einen Schmink- und Perückenraum. Hier war von den Schminktöpfen und Perücken nicht viel zu sehen, da sie gerade im Container auf „Reisen“ waren. Der Maskenbildner ist für das Knüpfen der Perücken zuständig.

 

Apropos, das Verbeugen der Künstler nach der Vorstellung ist auf einer „Applausordnung“ festgelegt.

 

Dann ging es zurück zur Bühne, wo wir uns von Heinz-Dieter Riekhoff mit einem „Dankeschön“ für die großartige Führung verabschiedeten.

 

 

U. Ebel-Whitcomb

 

 

 

Liefe Kinetik

25. Februar 2014

 

 

Life Kinetik – und was genau ist das?

 

Eine Recherche im Internet brachte mich nicht wirklich weiter also – Angebot unseres LandFrauenVereins nutzen und den Vortrag darüber anhören.

 

Dem Life Kinetik Trainer Nicolaj Roem Skyum hörten 17 Personen sehr interessiert zu,was das Gehirn für Funktionen hat und wie flexibel es ist. Life Kinetik ist das Bewegungsprogramm zur Gehirnentfaltung.

 

Anhand einer Power-Point-Präsentation wurden die Begriffe der flexiblen Körperbeherrschung, das visuelle System (Voraussetzung, damit der Körper koordinieren kann) und die kognitiven Fähigkeiten (Verarbeitung möglichst vieler Informationen in kürzester Zeit) erläutert und erklärt. Die vielen positiven Auswirkungen eines Trainingsprogramms im Beruf, bei Kindern, Schülern, Sportlern und ebenso bei Senioren zeigte Nicolaj R. Skyum anhand von Beispielen auf. Doch wie heißt es so treffend: Grau ist alle Theorie. Darum wurde die Theorie beendet und wir kamen zum praktischen Teil. Wir konnten selber prüfen, wie es um unsere Konzentration und Koordination bestellt ist. Durch spaßige, visuelle und koordinative Aufgaben testeten wir unser Gehirn.

 

Als guter Trainer hatte Nicolaj R. Skyum eine große Tasche mit Arbeitsmaterialien mitgebracht - wie Bällen in verschiedenen Arten und Größen, Tüchern, Seilen, Federballschlägern und so fort. Als erstes mussten wir ermitteln, welches Auge unser stärkeres ist. Das löste schon einige Verwunderung aus, denn normalerweise befasst man sich damit nicht so unbedingt. Dann ging es los, teils alleine oder auch zu zweit sollten verschiedene Aufgaben spielerisch gelöst werden. Hier merkte so mancher, dass die Konzentration wirklich mehr trainiert werden müsste. Nach knapp einer Stunde mit viel Lachen und Freude hatten wir alle festgestellt, wie viel Spaß ein Training in Life Kinetik bringt.

 

Eine Stunde Training pro Woche genügt, um schon bald die ersten Veränderungen festzustellen. Das Gehirn wird gezwungen neue Verbindungen zwischen den Gehirnzellen zu schaffen und eine größere Vernetzung steigert die Leistungsfähigkeit des Gehirns.

 

Die Formel für Life Kinetik heißt: Wahrnehmung plus Gehirnjogging plus Bewegung = Mehr Leistung.

 

Ingrid Andresen bedankte sich im Namen aller Teilnehmer und überreichte ein kleines Präsent.

 

Ursel Ebel-Whitcomb

 

 



Jahreshautpversammlung

 14. Januar 2014

 

Eine Spende über 500 Euro konnten die LandFrauen in diesem Jahr an Dorit Jensen von der Einrichtung Munkbrarup Freizeit e.V. überreichen. Nicht alle Anwesenden wussten über die vielfältigen Aktivitäten dieses Vereins Bescheid. Dorit Jensen erzählte, dass er durch den Sportverein und die Schule Munkbrarup entstanden ist und nun dafür sorgt, dass die Kinder der Offenen Ganztagsschule Munkbrarup ab 12.30 Uhr ein frisch zubereitetes Mittagessen bekommen. Ebenso aktiv ist der Verein bei der Betreuung der Kinder nach dem Schulunterricht. Über das „Matten Hotel“, das zur großen Freude der Teilnehmer in den Ferien stattfindet, wurde bereits im Tageblatt und dem Amtsboten vielfältig berichtet. Hier kam sie Spende – aus dem Erlös des „LandFrauenCafés“ vom LandMarkt in Unewat - genau richtig, um diese diversen Arbeit zu unterstützen.

Eine weitere Spende über 100 Euro erhielt bereits die Behinderteneinrichtung Harkmoor. Erwirtschaftet durch den Verkauf von Kaffee und Kuchen beim Ostermarkt bzw. dem Weihnachtsmarkt in den Räumen der Einrichtung.    

 

Die Versammlung im Gemeindehaus Munkbrarup begann – nach der Begrüßung durch die  1. Vorsitzende Edith Winkler – mit einem kleinen Imbiss. Viel Beifall erhielt die Präsentation des Jahresberichtes per Power Point durch Heike Kroll.  Hier wurden die 18 Veranstaltungen mit insgesamt 409 Teilnehmern den Mitgliedern sehr gut dargestellt.

 

Die Anzahl der Mitglieder in der Ortsgruppe beträgt zur Zeit 181 – darunter sind 5 Männer zu verzeichnen als fördernde Mitglieder. Den Kassenbericht stellte Barbara Koch vor und erläuterte einige Posten. Der Bericht der Kassenprüferinnen ergab keine Beanstandungen, so dass hier und dem Vorstand Entlastung erteilt wurde.

 

Bei dem Punkt Wahlen machte Edith Winkler nochmals unmissverständlich klar, dass jetzt ihr letztes Jahr als 1. Vorsitzende beginnt und sie 2015 endgültig nicht mehr zur Verfügung steht.

 

Zur bestehenden Vorausschau der Veranstaltungen in diesem Jahr, kam noch für den 20. März  die Lesung mit Brigitte Cleve im Edo hinzu.

 

Nach circa 2 Stunden war die Jahreshauptveranstaltung beendet.

 

U. Ebel-Whitcomb