Berichte

Weihnachtsfeier in Wees im "EDO"

05. Dezember 2012

 

Schon einmal gehört und gesehen

„De Thumbyer Theaterspeelers“ ? 

Nein?!

 

Wir - vom LandFrauenVerein Munkbrarup und Umgebung - hatten dazu Gelegenheit. Anlässlich unserer Weihnachtsfeier trat eine kleine Gruppe der Theaterspeelers für uns in Wees in der Gaststätte "EDO" auf. Sie spielten einen Sketch, der mit viel Spielfreude dargestellt wurde. Vorher las einer aus der Theatertruppe eine lustige Geschichte nach einer Erzählung von Fritz Reuter über die Tücken der Lieferung eines Kalbsbratens vor. Kam gut an bei den Zuhörern.

 

Nach der Begrüßung durch Edith Winkler stand erst einmal das gemütliche Kaffeetrinken an den sehr hübsch und festlich gedeckten Tischen auf dem Programm. Stollen, selbstgebackener Kuchen sowie Plätzchen und Schmalzbrote waren reichlich vorhanden. Dazu gab es Kaffee, Apfel- und auch anderen Punsch. Alles schmeckte sehr lecker. Von der Gelegenheit sich im Gespräch auszutauschen, wurde reichlich Gebrauch gemacht.

 

Das Singen der schönen bekannten Weihnachtslieder kam selbstverständlich nicht zu kurz. Hierbei unterstützte uns Gisela Rüdiger auf dem Keyboard. Zwischendurch wurden weihnachtliche Geschichten/Gedichte vorgelesen, und wenn der Blick nach draußen fiel, so sah man in eine ganz passende weiße Winterlandschaft.

 

U. Ebel-Whitcomb

Weihnachtsmarkt Harkmoor

"Weihnachtsmarkt in Harkmoor"

 

 - 24. November 2012 -

Mit viel Liebe hatten die Mürwiker Werkstätten die Räume für ihren Basar hergerichtet. Das kleine aber feine Kaufangebot konnte überzeugen. Allerdings fanden witterungsbedingt nicht so viele Interessenten den Weg nach Harkmoor, wie es im vergangenen Jahr der Fall war.

 

Für das leibliche Wohl hatte unser Verein ein Kuchenbuffet aufgebaut. Die selbstgebackenen Kuchen fanden wie stets ihre Liebhaber. Ebenfalls standen zum Mittagessen zwei Suppen zur Auswahl (beide sehr lecker), die von den Mürwiker Werkstätten angeboten wurden genauso wie Waffeln, Kaffee und noch einiges mehr.

 

Da es nur ein kleiner Markt war, konnte man in Ruhe durch die Räume gehen und alles in Augenschein nehmen. So manches Deko-Stück und andere Dinge wie das Brot oder die Bürsten aus eigener Anfertigung oder die wohlriechenden Seifen, die Marmeladen und so weiter fanden einen Liebhaber. An den hübschen Adventsgestecken konnte man erkennen, dass die Weihnachtszeit sehr nahe war.

 

Schade, dass der Wettergott einen so trüben Tag beschert hatte.

 

U. Ebel-Whitcomb

IGS Hamburg

Am 30. Oktober 2012 besuchten zwei LandFrauen aus dem Vorstand unseres Vereins das Gelände der Internationalen Gartenschau.

 

Es sieht noch alles recht unfertig aus und wir fragten uns, wie wohl die ganze Arbeit bis zur Eröffnung am 26. April 2013 geschafft werden soll. Aber es sind sich alle dort Arbeitenden einig, ab 26.04.13 können wir nach dem Motto: „In 80 Gärten um die Welt“, diese in einem 100 Hektar großen Park in Vollendung bewundern.

 

Der Stadtteil Wilhelmsburg gewinnt gewaltig durch dieses Projekt. Es sind auf einer Industriebrache neue Wohnblocks, ein „Wälderhaus“ - das mit seiner Nutzungsvielfalt eine Aufforderung an die Stadtgesellschaft darstellt - und andere Gebäude entstanden.

Was jetzt als Blumenhalle konzipiert ist, wird nach der Ausstellung eine große Sporthalle. Ebenso entsteht ein neues Schwimmbad. Eine völlig neue Art von Skaterbahn ist in Bau. Die Nordlandhalle ist bereits als tolle Kletterhalle in Betrieb.

 

Auf dem Rundgang konnten wir schon erahnen, wie viele der Ausstellungspunkte später attraktiv dem Besucher gezeigt werden. An Kinder und Jugendliche ist ebenfalls gedacht durch Spiel- und Sportecken. Der Vielfalt der Nationen in diesem Stadtteil wird dadurch Rechnung getragen, dass am Kuckucksteich Lesungen, Musik, Kochen u.a. international gestaltet und angeboten wird, so dass sich hier die Kulturen begegnen und kennenlernen können.

 

Die Gartenschaubahn schwebt bis zu 6 Metern über der Erde und bietet so einen tollen Eindruck vom Gelände auf dem 3,4 km langen Rundkurs.

Es gibt viel zu sehen und ein Besuch erscheint sehr lohnenswert. Freuen wir uns also schon auf eine Fahrt zur IGS 2013.

 

U. Ebel-Whitcomb

Unewatter LandMarkt

- 6./7. Oktober 2012 -

Es war ein Erfolg für alle Beteiligten und so könnte der nächste Landmarkt in die Planung gehen.

 

Das LandFrauenCafé richteten die Ortsgruppen Grundhof sowie Munkbrarup und Umgebung aus. An beiden Tagen konnten die vielen selbstgebackenen Kuchen und Torten restlos verkauft werden. Fast ebenso gefragt waren die Schmalz- und Käsebrote. Es war eine echte Herausforderung für alle Helferinnen, denn zur Kaffeezeit wurde die Schlange am Verkaufstresen immer länger.

 

Auf dem Gelände herrschte ordentlich Betrieb, denn es gab viel zu sehen und zu kaufen. Schöne kunstgewerbliche Sachen für die Deko drinnen und draußen, Schmuck, Selbstgefertigtes an Kleidung wie Jacken, Mützen et cetera – das Angebot war vielseitig und gut. Für das leibliche Wohl sorgten nicht nur die LandFrauen, es waren viele Stände vorhanden, an denen man sich stärken und ausruhen konnte.

 

Natürlich war auch an die Kinder gedacht. Sie konnten Geschicklichkeit beim Drechseln zeigen, einem Seiler zusehen, auf dem Trecker durchs Dorf mitfahren und was es sonst noch so im Angebot gab - wie die Hüpfburg für die Jüngeren. Selbst das Wetter hatte ein Einsehen und bescherte am Samstagnachmittag einen sonnigen Himmel. Sonntag waren es nur ganz kleine Schauer, die zwischendurch zum Unterstellen animierten. Dabei kam dann gleich manch guter „Schnack“ zustande.

Es war schon eine gute, tolle Veranstaltung!

 

Edith Winkler dankt an dieser Stelle schon einmal allen Frauen, die so fleißig beim Kuchenbacken und -verkaufen sowie in der Küche geholfen haben. Ohne diese vielen ehrenamtlichen Helferinnen, wäre das LandFrauenCafé nicht zu bewältigen gewesen.

 

U. Ebel-Whitcomb

Vortrag "Mütter und Töchter"

- 26. September 2012-

Unser Verein hatte zum Vortrag "Mütter und Töchter" eingeladen. Im gut besuchten Gemeindehaus Munkbrarup sprach über diese Thematik Dr. Karin Schäfer.

 

Wir sind alle „Töchter“ – auch wenn wir nicht selbst Mutter sind. Das machte Karin Schäfer uns zuerst klar. Und – haben wir nicht öfter das Gefühl, dass die Mutter eine Mitschuld daran hat, wenn im Leben etwas schief gelaufen ist, weil sie unsere Entscheidung beeinflusst hat, sei es auch nur unbewusst?

Wir sollten uns in die Mutter hineinversetzen, dann fällt die „Mütterschelte“ von alleine aus. Was wissen wir von und über unsere Mutter? Welche Wünsche, Sehnsüchte und Träume hatte/hat sie? Diese gehen oft unter in den täglichen Arbeiten und Aufgaben in Beruf und Familie. Töchter werden durch die Mutter geprägt. Es heißt nicht umsonst: Starke Mütter haben meist auch starke Töchter.

 

Die Mutterrolle hat sich in den letzten 130 Jahren sehr verändert. An Beispielen wurde dies aufgezeigt. Frage: Gibt es eine Pensionierung in der Mutterrolle? Geht das? Wenn wir dabei ans Bemuttern denken – ja. Dies hört auf, wenn die Kinder größer sind, dann müssen sie selbständig werden. Mutter bleibt man immer und sollte den Kindern weiter Wärme und Geborgenheit geben.

 

Was macht das Muttersein aus? Mütter haben Leben spendende Kraft, sie behüten und beschützen, sie machen satt, sie sind die Kraft, die uns trägt. Dies sollten die Erfahrungen sein, die das Kind als erstes macht.

 

Dass es zu diesem Thema noch sehr viel zu sagen und auszuführen gibt, merkten wir bei der anschließenden Diskussion.

U. Ebel-Whitcomb

Fahrt zu den blühenden Begonienfeldern

und zum Kohlessen nach Dithmarschen

Fahrt zu den blühenden Begonien-Feldern in Dithmarschen

- 18.09.2012 -

 

Die Begonienfelder in Dithmarschen waren das Ziel dieser Tagesfahrt.

Nun, bei einer Tagestour kann man gleich einige Ziele mehr ansteuern und so fuhren wir als erstes nach Wesselburen zum KOHLosseum. Hier wird vom Lebensmitteltechniker und Krautmeister Hubert Nickels der Weißkohl auf eine ganz besonders schonende Weise in seiner Krautwerkstatt zu Sauerkraut verarbeitet. Großen Wert legt Nickels darauf, dass er nur besten BIO-Kohl aus Dithmarschen verwendet.

 

Wie kam es dazu, dass Hubert Nickels sich so intensiv mit Kohl beschäftigte? 1995 wurde die Sauerkrautproduktion in der Fabrik (heute das Kohlosseum) eingestellt und 120 Mitarbeiter verloren ihren Arbeitsplatz und Nickels war einer von ihnen. Da Kohl sehr viele Vitamine enthält, störte er sich daran, dass durch die Haltbarmachung unter Hitze diese Vitamine vielfach zerstört wurden. So experimentierte er so lange, bis er zu seinem heutigen Verfahren der Haltbarmachung kam. Allerdings einen Nachteil gibt es, die Gläser sind nicht so lange haltbar wie bei der Methode unter Hitzeeinwirkung. Da der Kohl ihn nicht mehr losließ, entwickelte er weitere Produkte auf der Grundlage von Kohl wie Salbe, Haarshampoo, Hautlotion und anderes. Verschiedene Krautsalate gehören ebenfalls zur Produktpalette. Fünf Salate standen zum Probieren bereit.

 

Bei der Vorführung wurde uns an kleinen alten Geräten alles erklärt und gezeigt vom Zerschneiden des Kohlkopfes, dem Einsalzen, Befüllen und Verschließen des Glases mit patentiertem Kopfraumbegrenzer und speziell angefertigtem Deckel. Danach beginnt in drei Phasen der Prozess, in dem aus Kohl Sauerkraut wird. In seiner Produktionshalle werden auf diese Weise 3.000 Gläser pro Tag hergestellt – natürlich nicht täglich sondern absatzorientiert und mit moderneren Geräten als im Vorführraum. Nach der Verkostung hatten wir noch etwas Zeit, um uns auf dem angeschlossenen Bauernmarkt umzusehen und einzukaufen.

 

In Schülperweide waren wir zum Mittagessen beim Fernsehkoch Thies Möller zum Essen angemeldet. Da die Kohltage gerade begonnen hatten, gab es eine Wirsingkohlroulade.

 

Zu Fuß gingen wir zu den „blühenden Begonienfeldern“, wo uns der Gärtnermeister Olaf Diener alles über die Blumen erzählte. Im Januar werden sie in 24-25 Grad warmen Gewächshäusern ausgesät, die Temperatur wird später auf 18 Grad reduziert. Nach dem Pikieren und Umpflanzen dauert es noch bis Ende Mai, dann kommen sie aufs Feld. Jede Reihe ist ein kleines Hügelbeet und 370 m lang, eine Reihe hat circa 10.000 Pflanzen. Das Auspflanzen ist Handarbeit und wird von Frauen ausgeführt. Eine gute Pflanzerin schafft bis zu 30.000 Pflanzen pro Tag. Um diesen Job beneideten wir die Frauen nicht – auch wenn sie gut bezahlt werden. Die Beete werden erst noch ungefähr 10 Tage lang mit einer Folie abgedeckt, um die Pflanzen an die neuen Temperaturen zu gewöhnen. Nun müssen sie ausreichend mit Wasser und zwischendurch mit Dünger versorgt werden. Am 24./25. Oktober beginnt dann die Ernte der Knolle. Dies geschieht maschinell. Danach wird sie gewaschen, getrocknet und für den Verkauf sortiert. Abnehmer sind ausschließlich Händler. Diese kommen hauptsächlich aus Holland, Dänemark, Österreich, den osteuropäischen Ländern, ja eigentlich überall her, von wo sie bestellt werden.

 

Seit 1886 der Gärtner Hans Diener aus Kiel die Begonien hierher nach Schülp brachte, betreiben seine Nachkommen die Begonienzucht. Es ist einer der größten Betriebe seiner Art weltweit. Man hat 70 verschiedenen Sorten im Programm, auf den Feldern waren 45 davon vertreten. Schülp nennt sich auch das Blumendorf.

Geduldig beantwortete Olaf Diener die vielen Fragen, die ihm rund um die Blume/Knolle gestellt wurden.

 

Danach ging es zurück nach Wesselburen in „De ole Dischlerie“, wo wir Kaffee tranken und an einem Eiergrog-Seminar teilnahmen. Bis es so weit war, dass der Eiergrog von jedem getrunken werden konnte, war noch die anstrengende Arbeit des Rührens von Ei und Zucker zu Schaum erforderlich. So forderte Bruno Bahnsen (Leiter der Zeremonie) zwischendurch zu kleinen Gymnastikübungen für Arme und Hände auf, damit das Rühren weiter betrieben werden konnte. Das Ergebnis schmeckte süß und lecker. Bruno Bahnsen unterhielt durch Gesang und kleine Geschichten, was nicht bei jeden gut ankam.

 

Um 18 Uhr beendeten wir das Seminar, da es Zeit war, um wieder in Richtung Heimat zu fahren. Jeder Teilnehmer bekam eine Urkunde über die Teilnahme am Seminar, auf der auch das Rezept des Eiergrogs steht.

 

U. Ebel-Whitcomb

Graupentag in der Mühle "Hoffnung" in Munkbrarup

 

Zum Tag des offenen Denkmals am 09. September 2012 hatte die Müllerin Christel Pagel eine ganz besondere Idee. Sie lud zum 1. Schäl- und Graupentag auf das Gelände ihrer Windmühle „Hoffnung“ ein. Warum? Die Mühle ist gerade mit einem neuen Mahlwerk für die Herstellung von Graupen ausgestattet worden. Gerste muss geschält werden, damit es Graupen werden. Nur, wer kocht heute noch Gerichte mit Graupen?

 

Da sie selber LandFrau ist, war schnell klar, ich werde die Ortsgruppe der LandFrauen von Munkbrarup und Umgebung mit ins „Boot“ – pardon in die „Mühle“ holen, denn Graupengerichte mussten her. LandFrauen sind bekannt für’s Kuchenbacken. Was lag für die 1. Vorsitzende Edith Winkler da näher, als sich um entsprechende Rezepte zu bemühen. Aber selbst das Internet ist in Bezug auf Kuchen mit Graupen nicht gerade eine Fundgrube.

 

So wurde kurzerhand von Edith Winkler ein Kuchen und eine Torte nach eigenen Ideen kreiert und gebacken. Kam beim Probieren gut an, und auch am Graupentag waren die Kuchenvorräte schnell verkauft. Ebenso wurden von den LandFrauen angeboten: Bunter Hackfleischtopf mit Graupen; Weinsuppe mit Graupen (Dithmarscher Hochzeitssuppe); Zucchini-Eintopf mit Graupen; sowie Würziger Gerstenauflauf. Für die Gerichte lagen Rezepte sowie ein Koch-Tipp für Graupen aus.

 

Das in Munkbrarup jetzt Gerste zu Graupen geschält werden kann, ist bereits einem Sterne-Koch von Sylt zu Ohren gekommen und er will demnächst ein Graupengericht gemeinsam mit Christel Pagel kochen.

 

Es waren schon einige Arbeitsstunden nötig, um die „Graupe“ ins rechte Licht zu rücken. Nach den Besuchern zu urteilen, kamen alle Darbietungen gut an wie: Open Air Festival durch Wees Kulturell mit der Musikschule Flensburg und Tonart Grundhof sowie die Führungen durch den Mühlenverein in der Mühle. Hans Schapfl erklärte in der Mühle, wie das neue Mahlwerk funktioniert und draußen konnte die Spreu von der Graupe vom Sieb geschüttelt werden. Das gefiel selbst den kleinen Kindern gut.

 

All den ehrenamtlichen Helfern dankte Christel Pagel ganz besonders herzlich, denn nur so hat die Mühle eine Chance noch recht lange ihre Flügel in den Wind zu drehen.

 

Der Verkaufserlös geht in die „Erhaltungskasse“ für die Mühle, denn sie ist ein teures und arbeitsaufwendiges Hobby. Dies wurde durch die Begrüßungsworte von Christel Pagel und unserem Bundestagsabgeordneten Wolfgang Börnsen unterstrichen. Er hob vor allem die Wichtigkeit solcher Kulturdenkmäler hervor, wie es die vielen Mühlen im Lande sind.

 

Vor etwa 100 Jahren wurde die Mühle von Meierwik nach Munkbrarup versetzt. Nach dem Krieg war sie – wie es der Name „Hoffnung“ schon sagt, - eine große Hilfe für die Menschen, denn sie mahlte noch immer das Korn zu Mehl. So mancher war froh und dankbar, wenn er Mehl vom Müller erhalten konnte. Aber die Mühle kam immer mehr „in die Jahre“ und wurde zusehens maroder. So kam vor 40 Jahren die Gründung des Mühlenvereins - und die tatkräftige Hilfe, die daraus erwuchs, gerade richtig.

 

U. Ebel-Whitcomb

 

425 Jahre Schloss Glücksburg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Umzug – anlässlich 425 Jahre Schloß Glücksburg

- 18. August 2012 -


Bei Kaiserwetter nahmen etliche Vereine und Musikgruppen  an diesem Umzug teil.

 

Eine kleine Gruppe von unserem LandFrauenVerein marschierte ebenfalls mit.

 

Bei dem tollen Sommerwetter war es sehr schön, die Teilnehmer in ihren zum Teil historischen Kostümen anzusehen. Obwohl allen anzumerken war, dass sie erleichtert waren, als sie im Schloßhof eintrafen, denn die Uniformen und Kostüme waren meist nicht gerade aus leichtem Sommerstoff gefertigt. Nach der Begrüßung im Hof klang der Umzug mit dem Schleswig-Holstein Lied aus.

 

U. Ebel-Whitcomb

 

Besichtigung bei "Mitsubishi Paper" in Flensburg

Papier – wir haben täglich damit zu tun, doch wie wird es hergestellt?

 

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, besichtigte unser Verein  am 16. August 2012 die Firma Mitsubishi Paper Mills Ltd. In Flensburg.

28 Interessierte erfuhren in einem Powerpoint-Vortrag und auf einem Rundgang über das Werksgelände sowie durch die Produktionshallen viel Wissenswertes über das Produkt PAPIER.

 

Der Standort Flensburg existiert bereits seit über 300 Jahren, als hier die erste Papiermühle gebaut wurde. Heute verfügt der Betrieb über modernste Technologie. Mitarbeiter-Fortbildung sowie ein guter Service sind eine Selbstverständlichkeit. Der Anwendungstechniker Andreas Carstensen zeigte theoretisch in Wort und Bild, wie die Herstellung des Thermopapiers abläuft.

So erfuhren wir, dass für die verschiedenen Anwendungsbereiche ganz unterschiedliches Papiermaterial gebraucht wird. Vom Kassenbon, der Eintrittskarte, einem Fahrschein, Papier mit eingefügtem Magnetband für spezielle Karten und noch für etliche weitere Verwendungsmöglichkeiten wird hier das Papier in großen Mengen hergestellt. Eine gute Bedruckbarkeit ist wichtig egal, ob Thermodirekt- oder Inkjet-Druck.

Unteranderem wird für die Bundesbahn sowie bei einigen Eintrittskarten fälschungssicheres Papier geliefert. Kundenwünsche können in kleineren Mengen erfüllt werden, weil die dafür erforderlichen Maschinen vorhanden sind. Ebenso kann auf Wunsch ein Wasserzeichen eingefügt werden.

 

Gutes Papier erfordert gute Rohstoffe. Für die besten Papiersorten wird die Pulke aus Eukalyptusholz gemacht, für anderes wiederum verwendet man Kiefern- oder Laubhölzer. Da kam gleich die Frage auf, ob nicht viel zu viel Wald für die Holzherstellung abgeholzt wird. Dies wurde verneint, weil das Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft kommt und die Edelhölzer in Plantagen extra angepflanzt werden. In Flensburg wird kein Recyclingpapier beigefügt, weil es bei der hohen Qualitätsanforderung für das Thermopapier nicht möglich ist.

 

Nach so viel Theorie wurde im Werk die Papierherstellung an den Maschinen gezeigt. Die großen Zellstoffballen (angeliefert) werden zerkleinert und mit viel Wasser aufbereitet. Die so entstandene Pulke konnten wir anfassen, sie war sehr nass. Nun geht der Ablauf maschinell vonstatten. Erst sahen wir das Band laufen mit dem ersten Arbeitsprozess – Funktionsstrich. An der Streichmaschine wurde der Thermostrich aufgetragen dann kam die Trocknung, Glättung und die Aufwicklung zur großen Rolle begann. Wir konnten miterleben, wie eine volle Rolle von zirka 25.000 laufenden Metern von der Maschine abgenommen wurde und die neue Rolle bereits wieder beim Aufwickeln war (Dauer bis zur vollen Rolle sind 34 Minuten). Beeindruckend!

 

Im Prüflabor wird das Rohpapier auf Reißfestigkeit, Zugkraft, Weiße, Dicke und Füllstoffgehalt von einer Papiertechnologin geprüft. Die Ware muss eine hohe Qualität haben, denn die Zufriedenheit der Kunden ist ein wichtiges Gebot.

 

Die fertige geprüfte Rollenware kommt zum Rollenschneider, um auf die richtige Größe zugeschnitten zu werden. Der Papierabfall, der dabei entsteht, wird als wertvoller Rohstoff wieder dem System zugeführt.

Eine eigene mehrstufige mechanisch-biologische Kläranlage sorgt dafür, dass die Rückführung des gereinigten Abwassers in den Oldentruper Bach möglich ist.

 

Alle waren sich einig, es war nicht nur lehrreich sondern vor allem sehr interessant, so über die Entstehung des Papiers – hier im Flensburger Werk – unterrichtet zu werden.

 

U. Ebel-Whitcomb

 

Ehrungen für lange Mitgliedschaften

Ehrung langjähriger Mitglieder

 - 20. Juni 2012 -

 

Aus Anlass des 55-jährigen Bestehens lud unser Verein 50 zu ehrende Mitglieder zu einem fröhlichen Nachmittag ein. 27 von ihnen konnten der Einladung folgen.

 

Zur Begrüßung wurde jedem Gast eine Rose überreicht. Dass sich die Mitglieder untereinander gut kannten, war an den vielen lebhaften Gesprächen sofort zu spüren. Nach der Begrüßung durch die

1. Vorsitzende, Edith Winkler, begann die Veranstaltung mit Kaffee und Kuchen.

 

Gerade, als alle zum Singen aufgefordert waren, klopfte es und die Petuhtanten Frau Hansen und Frau Petersen kamen rein. Ohaueha was’n Aggewars war es, bis die zwei einen Platz gefunden hatten. In schönster Flensburger Petuh-Manier führten sie zur Freude der Zuhörer ihre Gespräche. Sie kannten sogar einige Mitglieder und winkten diesen zu. (Es waren zwei unserer LandFrauen, die die Rolle der Petuhtanten spielten) Unter Applaus mussten sie dann bald wieder gehen, weil sie „kein Szeit un schnaken szo viel“ hatten.

 

Edith Winkler und Ute Thonfeld-Figger führten dann in drei Gruppen die Ehrungen durch. Bei der Mitgliedschaft von 25 – 29 Jahren waren es sechs Personen, die geehrt wurden. Die nächste Gruppe von 30 – 39 Jahren war mit siebzehn Anwesenden vertreten. Vier waren es noch, die 40 – über 50 Jahre dabei sind. Neben einer Urkunde erhielt jede zu ehrende LandFrau einen kleinen Schutzengel-Anhänger.

 

Der „Nichtmusikalische Küchenchor“ sang noch einige Moritaten, die Anklang fanden und mit Applaus belohnt wurden. Gerne schauten die Frauen in die ausgelegten Protokollbücher und Bilddokumente. Dabei wurde Vergangenes wieder lebendig.

 

Es wurden noch einige Volkslieder gemeinsam gesungen, bevor Edith Winkler alle mit den besten Wünschen verabschiedete.

 

U. Ebel-Whitcomb

Plattdütsche Dank!

Helene Clausen aus Rosgaard – seit 37 Jahren Mitglied des Vereins – bedankte sich im Namen der Anwesenden mit den folgenden Worten:

 

Wi Oolen, dat sind wi nu mol, möchen uns ganz hartlich för de nette Inladung bedanken. Nu magt man doch schon weniger mit bi de Veranstaltungen, ganz eenfach, weil man nich so flott lopen oder stahn kunn. Mi geiht dat wenigstens so.

Ik heff mi dormals mit Ruth Petersen tohoop in Munkbrarup in de LandFruenVereen anmeld. Ruth is all veel to fröh gahn. Dormals weer Martha Claasen noch Vörsitzende. Dann wesselte de Vörstand mitünner, bit wi unsre Inge Hansen över 20 Johrn harrn.

De Erinnerung an de schönste Busfahrt weer dormals na Haueda an de Diemel, een Fleetenfahrt op de Alster in Hamborg un de Fahrt na Berlin un de Spreewald mit Kahnfahrt. Na, dat gev manches Schöne – ock Handarbeiten und Kaken hört dortu.

So, nn wünsch wi allens Goote för de Vereen! Edith Winkler, du und jih in de Vörstand maakt dat wirklich goot. Immer wedder junge Lüd dorto, dann löppt dat schon.

Cocktail- und Fingerfood-Abend

Fingerfood und Cocktails

- 14. Juni 2012-

 

Was passt so richtig gut zu einem lauen Sommerabend auf der Terrasse, im Garten oder auf dem Balkon? Richtig! – Nette Gäste sowie ein paar erfrischende Cocktails und dazu Fingerfood.

 

Die Hauswirtschaftsleiterin Sünje Thiesen aus Wester-Ohrsted gab 25 Mitgliedern Gelegenheit, sich mit der Zubereitung von einigen Köstlichkeiten dieser Art zu beschäftigen. Natürlich galt auch hier, erst einmal Theorie, bevor man zum praktischen Teil dieses Genres kam.

 

Dachte man erst noch, oh wie soll die Arbeit nur in so kurzer Zeit geschafft werden, wurde schnell ersichtlich – wie heißt es doch so schön: Viele Hände machen der Arbeit bald ein Ende. Es mussten Salat geschleudert, Hackbällchen gedreht und gebraten, Matjes-Tatar, Goudarollen sowie weitere leckere Sachen zubereitet werden. Und natürlich – wurden die Cocktails gemixt. Nachdem auf gutes Gelingen angestoßen war, ging alles noch besser von der Hand. Das Büffet füllte sich und dann kam der beste Teil – das Probieren. Dazu gehörten Cocktails mit Namen wie, „Mitternachtstraum“, „Ipanema“ oder „Swimming Pool“.

 

Die Stimmung war hervorragend und dies blieb auch so, als es ans Aufräumen und Spülen ging. Der allgemeine Tenor hieß: Der Abend war toll und hat viele gute Anregungen gebracht.

 

U. Ebel-Whitcomb

 

 

Hier finden Sie eine Rezept-Auswahl...

 

 

 

Pflanzenkundliche Führung um Holnis Spitze

 

Pflanzen- und vogelkundliche

Führung um "Holnis Spitze"

-22. Mai 2012-

 

Die „Kräuterfrau“ Inge Hansen von unserem Verein lud zu dieser Wanderung ein. Da auch Hans Knöll-Vugelsang, Gebietsreferent für das Naturschutzgebiet Holnis, an der Exkursion teilnahm, wurden nicht nur die vielfältigen Kräuter und anderen Pflanzen am Wegesrand erklärt, sondern Vogelwelt und Naturschutz kamen gleichermaßen zu ihrem Recht.

 

So waren wir überrascht, als wir hörten, dass der Sprosser – die nordische Nachtigall – hier bei uns im Norden zu hören und mit sehr viel Glück auch zu sehen ist. Wir konnten zweimal bei unserem Rundgang kurz seiner Stimme lauschen.

 

 Besonders dicht und ausgeprägt ist die Angelner Knicklandschaft um Holnis herum. Darüber freut sich die Vogelwelt und dankt es mit eifrigem Nestbau und Brüten. Als Rast- und Brutplatz für Zugvögel und auch zum Überwintern einiger Arten, ist das Naturschutzgebiet mit seinen ganzjährig geschützten Salzwiesen ideal.

 

 Auf Wiesen, die der Verein „Bunte Wischen“ gepachtet hat, weiden Galloways und schottische Hochlandrinder. Letztere sind mit ihren langen Hörnern besonders schön anzusehen. Diese Rinder sorgen dafür, dass eine halboffene Weidelandschaft geschaffen wird. Sie halten das Gras kurz und mögen im Frühjahr besonders gerne die zarten Blätter vom Weiß- und Schwarzdorn. Der Busch treibt dadurch an den abgefressenen Stellen sehr kräftig aus und wird schön dicht. In seinem Schutz können kleine Bäume wie Eichen und andere gut gedeihen, da sie vor Wildverbiss geschützt sind.

 

Auf die Pflanzenvielfalt machte uns Inge Hansen immer wieder aufmerksam. Hans Knöll-Vugelsang zeigte uns die Salzmiere, es ist eine Pionierpflanze und kann Salzwasser vertragen. Auf die Kartoffelrose wies er ebenso hin, die sich an den Stränden sehr stark ausbreitet und kaum wieder auszurotten ist. Ich hätte diese Pflanze Heckenrose genannt. Die Doldengewächse von Günzel, Gundermann und wilder Möhre sind schwer auseinanderzuhalten, da kam selbst unsere Expertin kurz ins Überlegen.

 

Vom Huflattich waren jetzt die jungen Blätter zu sehen, denn er treibt zuerst seine Blüten aus, wenn kaum etwas anderes in der Natur blüht. Er gehört ebenso wie der Wegerich zu den Heilkräutern. Andere Pflanzen wiederum konnten gut zu Salaten oder als Gemüse verwendet werden. Wir waren sehr dafür, dass Inge Hansen uns bei einem Kochabend weiter mit der Verwendung von Wildkräutern vertraut macht.

 

Am Strand an der Grenze zu den Salzwiesen stellte Hans Knöll-Vugelsang ein Fernglas auf, damit wir die Vögel auf der vorgelagerten kleinen Sandbank besser betrachten konnten. Vor allem Kormorane nahmen dort ihr Sonnenbad. Kannada Gänse beanspruchen vermehrt Flächen als Brutplätze, selbst Nilgänse finden sich ein. Beide Arten sind nicht so gerne gesehen, da sie den heimischen Graugänsen den Lebensraum beschneiden. Graugänse sind nicht so aggressiv bei der Verteidigung ihrer Brutplätze sowie ihren Jungen und nehmen daher zahlenmäßig ab.

 

Weiter wanderten wir auf dem Weg oberhalb vom Kliff. Hier wurden wir mit einer tollen Aussicht über die Förde belohnt. Wir erfuhren etwas über die Geschichte und Besiedlung der Gegend. Dies kann in der kleinen Broschüre nachgelesen werden, die wir bei der NABU-Hütte erhielten. Diese Hütte war der Endpunkt der Wanderung. Durch Kaffee und Kuchen gestärkt, ging es zurück zum Ausgangspunkt.

 

U. Ebel-Whitcomb

LandFrauenTag in Neumünster

LandFrauenTag in Neumünster

- 09. Mai 2012 - 

 

Geballte Frauenpower versammelte sich in den Holstenhallen – und der LandFrauenVerein Munkbrarup und Umgebung war mit 11 Vertreterinnen dabei.

 

Nicht nur das Thema  „FrauenWelten – Gestern. Heute. Morgen.“

hatte neugierig gemacht, nein - gespannt wurde Amelie Fried erwartet (Autorin und bekannt als Moderatorin vom Fernsehen), die aus ihrem neuen Buch „Eine windige Affäre“ vorlas. Das kam bei allen Zuhörerinnen sehr gut an. Zeigt es doch auf, wie schwer es als Frau ist, Karriere und Kinder zu vereinbaren.

 

 Bei der nachfolgenden lebhaften Frauenpodiums-Diskussionsrunde wurde schnell klar, dass das Thema den Nerv getroffen hatte und vonseiten der Gesellschaft/Politik noch viel in dieser Richtung getan werden muss. Nicht nur reden, dass wir Kinder und gut ausgebildete Fachkräfte brauchen, sondern die Voraussetzungen dafür schaffen. Dies wurde viel zu lange arg vernachlässigt. Unsere nordischen Nachbarn sind da bereits weit voraus.

 

Die Vizepräsidentin Birgit Feddersen wies auf die neue Gesundheitsaktion „Zuckersüß – leben mit Diabetes“ hin, die gemeinsam mit der Ärztekammer SH durchgeführt wird. Diese Krankheit ist sehr verbreitet. Doch mit richtiger Ernährung und Sport kann man dieser Krankheit „zu Leibe rücken“.

 

Abschließend kann gesagt werden, dass es eine informative und interessante Veranstaltung war.

 

U. Ebel-Whitcomb

Kuchenbacken für das DRK-Heim in Glücksburg

Bunter Nachmittag

im DRK-Heim Glücksburg

- 10. Mai 2012 -

 

Unser Verein war wieder einmal zu Gast im DRK-Heim, um die Bewohner etwas zu unterhalten und mit selbstgebackenen Torten zu verwöhnen.

 

Der gerade ins Leben gerufene „Nicht musikalische Küchenchor“ und die kleine Tanzgruppe nutzten die Zeit vor dem Kaffeetrinken zu einer kurzen Probe. Dann konnte es losgehen. Zu flotten Melodien gaben die Tänzer/innen ihr Bestes und es machte Freude ihnen zuzusehen. Nun war es Zeit, die Kaffeetafel zu eröffnen. Gerne suchte man sich etwas Leckeres aus dem vielfältigen Kuchenangebot aus. Wer nicht gerade mit Bedienen beschäftigt war, setzte sich an die Tische, um sich mit den älteren Herrschaften zu unterhalten. Ja, und dann kam der Chor zum Einsatz. Es wurden vier Lieder vorgetragen. Der letzte Programmpunkt war eine kleine „Hutparade“ – sehr zum Spaß der Anwesenden.

So ging der Nachmittag sehr schnell vorüber und man musste sich wieder verabschieden.

 

U. Ebel-Whitcomb

"Schulhaus Museum" Hollingstedt

Schulbesuch wie zur Kaiserzeit

- 19. April 2012 -

  

Nostalgie pur – erlebten wir beim Besuch des „Schulhaus Museums“ in Hollingstedt.

 

28 Personen sind am 19. April 2012 unserer Einladung gefolgt und hatten viel Spaß an der „Schulstunde“ mit Lehrer Gerd Gramlow. Die Erinnerung an die eigene Schulzeit wurde quicklebendig. Auf den engen Zweier- oder Viererbänken hatte so manch einer von uns die Schulzeit begonnen. In dem Klassenraum war Unterrichtsmaterial aus vielen Jahrzehnten zusammengetragen, auch der Rohrstock fehlte nicht. Einer davon war durch die Benutzung sehr verbogen und es heißt, es sei der älteste, noch erhaltene Rohrstock seiner Art in Schleswig-Holstein.

 

Einige der seinerzeit benutzen Schultornister wurden uns gezeigt. Sie waren meist aus Leder gefertigt und die Verschluss- klappe wurde vom Fell des verarbeiteten Materials bestimmt. So gab es neben Pferdefell auch welche aus Rinder-, Ziegen- oder Seehundsfell. Einer war sogar aus Holz gearbeitet. Hier war in dem oben überlappenden Verschluss gleich der Federkasten integriert. Wer sich keinen Ranzen leisten konnte, hatte eine kleine Holzkiste von ca. 45 x 25 cm mit seinem Namen drauf. Da seine „Schularbeiten“ dann auf der Kiste lagen, wenn der Lehrer sie kontrollierte, soll so das Sprichwort entstanden sein: „Du hast aber was auf dem Kasten“ – was als Lob gemeint war.

 

Dem Klassenzimmer war anzusehen, dass Gerd Gramlow (früherer Lehrer und Rektor der Schule) alles mit viel Liebe zum Detail zusammengesammelt hat. Über fast jedes Teil kann er daher eine Geschichte erzählen. Der eiserne Ofen wurde mit Torf beheizt. Man sah es an den Stücken, die noch davor lagen. Es machte Spaß „unserem Lehrer“ zuzuhören. So waren wir überrascht, wie schnell die Zeit verging und „der Lehrer“ zur Geige griff, damit wir zum Abschluss noch ein Lied singen konnten. Mit auf den Weg nahmen wir sein Unterrichtsmotto „Begreifen - geht am besten durch begreifen“.

 

Wir sahen uns dann die original eingerichtete Lehrerwohnung aus der Zeit um 1900 an. Hier kam uns sehr viel bekannt vor, kannten wir es doch aus eigener Erfahrung - meist von den Großeltern.

 

Vor dem Besuch des Schulhaus-Museums zeigte uns Gerd Gramlow das kleine Museum, das im ehemaligen Feuerwehrgerätehaus untergebracht ist. Hier wird die Geschichte Hollingstedts zur Wikingerzeit lebendig. Lag der Ort doch am Handelsweg zwischen Nord- und Ostsee. Über Eider und Treene konnten die Schiffe bis hierher fahren. So war Hollingstedt der Hafen zur Nordsee für den Handelsort Haithabu. Bis ins Mittelalter wurden hier Schiffe be- und entladen, dies beweisen Funde, die bei archäologischen Grabungen gemacht wurden. Das Danewerk reichte von Haithabu bis hierher.

 

Die ersten Kirchen in der ganzen Gegend sind aus Tuffstein errichtet, der durch die Schiffe hergebracht wurde. Erst später begann man mit dem Brennen von Backsteinen, die dann das Baumaterial wurden.

 

Den Abschluss bildete das gemeinsame Kaffeetrinken in Jübek im „Café mit Stil“.

 

U. Ebel-Whitcomb

 

Vortrag über Schüssler Salze

Gesichter sprechen Bände

- 15. Februar 2012 -


Unter diesem Aspekt hielt die Heilpraktikerin Irene Andler ihren Vortrag über Schüssler Salze.  


Im Gemeindehaus Munkbrarup trafen sich  31 interessierte Zuhörer. Sie wurden nicht enttäuscht. Frau Andler forderte dazu auf, anhand von Spiegeln (waren auf den Tischen verteilt) in den eigenen Gesichtern zu forschen, ob die beschriebenen Merkmale erkennbar waren. Nun, mit ungeübten Augen war dies nicht so ganz einfach. Am Schaubild konnte man sich orientieren, worauf geachtet werden musste.

 

Es waren neben dem Zuhören auch eigene Aktivitäten angesagt. So wurden die Salze von 1 – 12 auf eine sehr gute und verständliche Art und Weise erklärt. Wichtig ist die richtige Aufnahme vom Körper in kleiner Dosierung. Die Salze machen Hartes weich und Weiches härter. Hört sich wie ein Widerspruch an. Irene Andler erklärte uns anhand von Beispielen die Richtigkeit dieser These.


Der Arzt Wilhelm Heinrich Schüssler (geb. 1821) hat diese Salztherapie weiter entwickelt und erfolgreich angewandt. Er fragte sich: Welche Mineralien sind in unserem Körper und wie wirken sie? So gelangte er zu der Erkenntnis, dass viele Krankheiten durch einen Mangel an Lebenssalzen hervorgerufen werden. Auch der Physiologe Jakob Moleschott (1822-1893) ging davon aus, dass ein Leben ohne Mineralsalze nicht möglich ist. In dieser Zeit fand ein Umdenken - der in der paracelsischen Medizin geltenden Säftelehre - statt. Daran hatte ebenfalls der Begründer der Homöopathie Dr. Samuel Hahnemann (1755-1843) großen Anteil.


Von den Anwesenden hatten einige die Schüssler-Salze bereits erfolgreich angewandt. Hier wurde vorhandenes Wissen erweitert bzw. aufgefrischt. Edith Winkler bedankte sich herzlich bei Irene Andler für den guten Vortrag und überreichte ihr, statt des obligatorischen Blumenstraußes, ein Glas Bienenhonig – diese Geste kam sehr gut an.

U. Ebel-Whitcomb

Erben und Vererben

Erben und vererben – alles richtig regeln

-13. März 2012 -

 

Ein Streit ums Erbe kann in den besten Familien vorkommen – muss aber nicht sein.

 

Über dieses etwas trockene aber sehr vielseitige Thema hörte der LandFrauenVerein Munkbrarup  einen Vortrag.

Rechtsanwalt und Notar Friedrich Bütow aus Flensburg verstand es, den umfangreichen Stoff interessant zu vermitteln. Sehr gespannt hörten die 28 Anwesenden den Ausführungen zu.

 

Einige wichtige Punkte waren zum Beispiel:

Wer erbt?

Erbfolge (da Testierfreiheit besteht, kann der Erblasser eine gewillkürte Erbfolge wählen); wie macht man sein Testament und was ist zu beachten; Ehegattentestament (Berliner Modell); Erbschaftssteuer.

 

Die gesetzliche Erbfolge ist im BGB geregelt. Sie kommt zum Tragen, wenn kein Testament vorliegt. Das Testament kann vom Erblasser per Hand geschrieben werden. Dann muss sehr genau beachtet werden, dass kein Formfehler gemacht wird. Auf der sicheren Seite ist man, wenn ein Notar die Beratung und Ausfertigung vornimmt. Das notarielle Testament wird immer amtlich verwahrt. Außerdem ersetzt ein solches Testament den Erbschein, der benötigt wird, wenn ein Grundstück auf Erben übergeht.

 

Nach Beendigung seines Vortrages wurden noch etliche Fragen gestellt. Hieran konnte man ersehen, wie komplex dieses Thema ist.

Heike Kroll dankte RA Bütow für den ausgezeichneten Vortrag.

 

U. Ebel-Whitcomb

Ostermarkt in Harkmoor

Die LandFrauen vom Verein Munkbrarup sind aktiv dabei

- 18. März 2012 -

 

Der Winter ist passé! Österlich schmückt sich die Natur und der Mensch hilft dabei, indem er auf Ostermärkten die verschiedensten Deko-Sachen anbietet, für’s Heim und für den Garten.

 

Zum 3. Male richteten die Mürwiker Werkstätten in Harkmoor ihren Osterbasar aus. Das Gute daran ist, es sind bekannte und neue Anbieter anzutreffen. So ist in jedem Jahr die Angebotspalette anders. Die Mürwiker waren mit einem Bürstenstand vertreten, der teilweise schon feste Kunden hat. Ebenso hatten sie die Verpflegung zur Mittagszeit mit einem sehr appetitlichen Angebot bereichert. Die Folienkartoffeln wurden auf mehrere Arten zubereitet und der Salatteller sah ebenfalls nicht nur lecker aus, er schmeckte auch so. Wer um die Mittagszeit dort war, konnte gesund und preiswert etwas essen.

 

Am Stand vom Seifenhaus aus Flensburg blieb man schon wegen des guten Duftes stehen. Es konnte - statt des üblichen Schokoladeneis - das alternative Osterei aus Seife mitgenommen werden, auch in Form von Blüten oder Törtchen ist Seife hier zu erwerben. Den Meisen zu einem neuen Haus zu verhelfen ist kein Problem. Diese Häuschen wurden in vielfältiger Art angeboten. Dies sind nur einige von vielen Dingen, die es dort zu kaufen gab.

Na, und nicht zu vergessen die reichhaltige und gute Kuchentheke, mit der die LandFrauen aus Munkbrarup diesen Markt bereicherten. Das Team um Sigrid Petersen hatte gut zu tun. Gerne wurde der Kuchen auch mit nach Hause genommen, um ihn dort in gemütlicher Runde zu verzehren.

Alles in Allem – diesen Ostermarkt sollte man sich merken!

 

U. Ebel-Whitcomb